Antwort auf:
Wenn ich bei der Ausgabe unter Ziel bei Farbkonvertierung In Zielprofil konvertieren oder In Zielprofil konvertieren (Werte beibehalten) macht das im Ergebnis keinen Unterschied – oder?
Das macht u.U. sehr wohl einen Unterschied.
Baust du ein ISOcoated V2 300% ECI getaggtes Bild in ein Adobe FOGRA39 profiliertes Indesign Dokument ein, so wird im ersten Falle das Bild resepariert, im zweiten bleiben die CMYK-Bildwerte erhalten.
Letzteres ist wie bei der obigen Grundsatzfrage letztendlich „Etikettenschwindel", aber für die Datenintegrität unterm Strich hilfreicher als ein unnützer Gang durch die Colormanagementengine.
Wenn die Beschwerden kommen, oder absehbar ist, dass sie kommen werden, einfach das PDF/X-1a PDF in Acrobat auf PDF/X-4 umstellen.
Anscheinend ist immer noch nicht bei allen Druckereien angekommen, das jedes gültige PDF/X-1a ein gültiges PDF/X-3 ist. Und dieses wiederum immer auch ein gültiges PDF/X-4.
Diese drei Standards sind schlicht und ergreifend Abwärtskompatibel: Nichts was in einem PDF/X-1a vorkommen kann und darf, vereitelt eine PDF/X-3 Konformität. Selbiges für ein PDF/X-3: Nichts was in einem gültigen PDF/X-3 steckt, macht es zu einem nicht gültigen PDF/X-4.
Oder andersherum ausgedrückt: Ein PDF/X-4 kann alles was in einem PDF/X-3 vorkommen kann, und dieses wiederum alles was ein PDF/X-1a vorkommen kann.
Ich selbst habe vor etlichen Jahren hart ringen müssen und letzendlich einem großen Onlinedrucker die Preflights vorsetzen müssen, damit deren automatisiertes Preflight diesen gedanklichen Horizont erreicht.