Antwort auf: Soll man hier was schreiben?
Ja, gerne
Antwort auf: Ich denke, jeder Workflow ist nur so gut, wie derjenige, der ihn aufsetzt. Gestern hab ich einen Beitrag auf XING zum Thema XML first und automatisches Ausspielen nach InDesign gelesen. So was Ähnliches dann letzte Woche bei indesignsecrets.
Schau ich mir mal an.
Antwort auf: Ich bin nicht der Meinung, dass XML ein Allheilmittel ist und es passt auch nicht überall. Da wo es passt, hat es sicherlich viele Vorteile (z.B. im Übersetzungsworkflow, in der Katalogproduktion, im Zusammenspiel mit Javascript).
Viele Verlage waren auf den Zug aufgesprungen, siehst Du eine Gegenbewegung?
Antwort auf: Bei mir werden die Daten in Word geliefert, das Buch oder Magazin in InDesign gesetzt. Während ich beim Buch fast immer die Print-Datei nehme, wird das beim Magazin schon schwieriger und es braucht meist eine extra EPUB-Version. Ich exportiere dann direkt aus InDesign, nutze das HTML und schreibe eigenes CSS. Die Verlage, die ich bisher auf meinem Workflow geschult habe, kommen damit gut klar. Sobald Korrekturen zu erwarten sind, wird es schwieriger, aber nicht unmöglich, wenn man sich VORHER darüber Gedanken gemacht hat.
Du nimmst, falls sinnvoll, die Print-Datei, also das PDF als Grundlage für epub-Erstellung?
Antwort auf: Andererseits kenne ich Verlage, die auf ihren XML-Workflow bei der Buchproduktion schwören und das EPUB einfach hinten rausfällt.
Es gibt solche Verlage, kenne aber bis dato keine bei denen InDesign-XML mit im Spiel ist. Für den Korrekturlauf bekam bei uns der Verlag ein PDF und ein aus unserer XML-Datei zurückkonvertiertes DOC. Der Verlag hat selber korrigiert und das Spiel begann hochgradig automatisiert von vorne. Wenn wir die vom Verlag gesendeten korrigiertenn XML-Daten eingelesen hatten, sah manchmal alles aus wie gehabt. Bei näherer Nachforschung merkte man hier oder dort hat sich eine Interpunktion geändert. Alles geschah sozusagen im Blindflug in vollem Vertrauen auf die Technik. Es ist nie was schiefgegangen.
Antwort auf: Das sind meist die Bücher, wo keinerlei Besonderheiten der jeweiligen Reader berücksichtigt wurden, die Silbentrennung bei Headlines an ist, Bilder entweder zu groß oder zu klein sind und auch in der Printversion Witwen und Waisen nicht berücksichtigt wurden oder Mikrotypografie ein Fremdwort ist.
Ist die Berücksichtigung der verschiedenen Devices mittels Media Queries nicht eine der leichteren Übungen?
Antwort auf: Joshua Tallent, ein bekannter EPUB-Producer und Vorreiter, hat es mal so formuliert: "Lerne EPUB-Design und nicht EPUB-Konvertierung". Die Herausforderung ist also, etwas halbwegs automatisiert zu machen und trotzdem den Design-Aspekt unterzubringen.
So haben wir's in 3B2 gehandelt. Wir lieferten wohlgeformte XMLs und in der Tat anspruchsvoll gestaltete Satzdesigns. Mit der Weiterverarbeitung der XMLs hatten wir halt nichts zu tun. Das war dann der Part einer anderen Fa.
Antwort auf: Das ist und bleibt zum Glück Handarbeit. Für mich ist auf jeden Fall das Tagging von Elementen für die Zukunft wichtig. Das kann eine XML-Datei oder aber auch ein perfekt getaggtes InDesign-Dokument für die Ausgabe nach HTML sein.
Was verstehst Du unter Tagging von Elementen für die Zukunft. Dass diese über ausreichend Attribute und Klassen verfügen?
Bloß, wer bezahlt die Handarbeit wenn sie nicht aus Rumänien oder Indien kommt?
Noch eine Frage bitte, was empfiehlst Du als Testumgebung?