Hallo Bernhard,
Antwort auf: Aber das Zuweisen eines anderen Profils, so wie es ID macht, ist doch farbmanagement-technisch ein absolutes No-Go ...
da hast du eigentlich recht. (@ rohrfrei: InDesign weist technisch gesehen sehr wohl ein Profil zu, da ignorieren nichts anderes bedeutet als Dokument-CMYK zuweisen) Allerdings geht Adobe hier wohl davon aus, dass platzierte CMYK-Daten mit den angelegten Tonwerten gedruckt werden sollen und eingebettete Profile ein "Unfall" sind. Das ist für Grafiken und Logos auch sicherlich der Fall, egal ob die nun in Illu oder PS erstellt wurden.
Blöd ist die Einstellung, wenn man CMYK-Bildmotive platziert. Dann rutscht einem eventuell ungewollt ein ISOCoatedV2-Bild in eine Zeitungsanzeige. Bei ISOCoated in einem ISOcoatedV2 Ablauf ists noch relativ wurscht, man sieht ja das Ergebnis nachher im Proof oder sogar im Indesign-Softproof.
Wenn man weiss, was man mit solchen Bildern tun muss, ist die Einstellung "beibehalten" besser, da man gewarnt wird. Hat man den CMS unbedarften Nutzer als Layouter, bedient Adobe mit der Einstellung "Werte erhalten" einfach nur seine Kundschaft ;-)
Einfach wird die Geschichte wenn man konsequent Bildmotive nur in
RGB platziert und dann erst beim Export wandelt. Dann kann man CMYK-Profile beim platzieren ignorieren, da man die in Illu-Files sowieso zu 99% nicht haben will.