Hallo Ecki
Leider gibt es keine Kollektivtonwertzunahme für alle Druckverfahren. Die Tragweite der Tonwertzunahme ist von vielerlei Faktoren abhängig, hauptsächlich jedoch vom verwendeten Bedruckstoff, dem Druckverfahren und der verwendeten Rasterpunktform. Man kann daher ungefähr sagen, dass sich die Tonwertzunahmen in folgenden Druckverfahren ungefähr auf folgende Werte belaufen:
Zeitungsdruck ca. 27 bis 30 Prozent
Offsetdruck ungestrichen ca. 15 bis 20 Prozent +/-
Offsetdruck gestrichen ca. 9 Prozent +/-
Wie Sie sehen, herrschen hier zwischen den Druckverfahren grosse Diskrepanzen, so dass ich davon abraten würde, für jedes Druckfarfahren identische Tonwertzunahmen für Graustufenbilder zu verwenden. Erstellen Sie sich doch einfach eigene Farbeinstellungen mit unterschiedlichen Tonwertzunahmen für die drei wichtigsten Druckverfahren, die Sie brauchen. Auf diese Weise haben Sie einen minimalen Arbeitsaufwand und steigern die Qualität Ihres Produktes.
Die Qualität der visuellen Vorschau am Monitor richtet sich natürlich danach, wie gut Ihr Monitor kalibriert und/oder profiliert ist. Bei Verwendung eines nicht kalibrierten Bildschirmes ist die Aussage am Monitor mehr oder weniger belanglos.
Für eine einheitliche Darstellung von Farben und Grautönen empfehle ich den Einsatz von csf-Files (Color Setting-Files). Dadurch können Sie mit identischen Farbeinstellungen in allen Adobe-Programmen arbeiten. Jetzt müssen Sie nur noch darauf achten, dass Sie in allen Applikationen mit identischen Softproof-Einstellungen arbeiten. Viele Anwender machen den Fehler, dass sie beispielsweise in Photoshop das Papierweiss simulieren und in InDesign nicht. Wichtig ist demnach eine konsistente Arbeitsweise in allen Applikationen.
Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration