Hallo,
ich mach noch mal einen Versuch.
Es gibt eine Lab Vorgabe. bleiben wir mal bei dem Cyan von 54/-36/-49
Wenn die optische Dichte, also der Quotient aus ausgestrahltem und zurückgeworfenem Licht der Probe zu niedrig ist, ist die Schichtdicke der aufgetragenen Farbe zu niedrig.
Weil die Papieroberfläche nicht ausreichend mit Cyanfarbigen Pigmenten belegt ist, scheint Papier durch, somit wird der L-Wert niedriger, aber auch die Sättigung nimmt ab, weil eben nicht ausreichend stark rotes Licht herausgefiltert wird. somit wandern auch die a und b Werte Richtung 0, also mal als rein hypothetisches Beispiel auf 60/-31/-44.
Wenn du nun die Zonenschrauben langsam aufdrehst sinkt die Helligkeit, und die Sättigung nimmt zu, da die Fläche nun komplett und ausreichend dick mit Farbe benetzt ist. Wenn du es übertreibst kommt der Effekt der Verschwärzlichung zum Tragen. Dadurch das die Offsetfarben nicht perfekt sind, filtert das Cyan eben nicht nur rotes Licht sondern auch einen geringen Teil an grünem und blauem Licht. Wenn die optimale Schichtdicke alles an rotem Licht aussiebt, steigt bei zunehmender Dichte nur noch der Anteil an Grünem und blauem Licht die in der Probe verschwinden, somit wird der Farbeindruck weniger gesättigt und dunkler.
Wenn du nun eine Färbungsreihe mit langsam steigenden Schichtdicken, also auch dichten fährst, erhältst du bei der Spektralen Vermessung irgendwann ein Optimum aus maximalen a und b werten als auch einen dazugehörigen L-Wert. Dieser sollte wenn alles so läuft wie es soll, im Toleranzbereich des PSO sein.
Jetzt, und wirklich erst jetzt wird die zu dieser optimalen Färbung passende Dichte ermittelt.
Die kann z.B. abhhängig von der Pigmentierung der Farbe von der Schichtdicke niedriger sein, als miteiner niedriger Konzentrierten, also ist weder die Stellung der Farbzonenschraube allgemeingültig, noch kann man pauschal sagen das die Optische Dichte bei optimalem LAB Farbeindruck einen bestimmten Wert haben muss. Die eine Farb-Papier-Kombination hat sein Optimum bei 1,45, die andere bei 1,6, wer weiss.
Das muss man jetzt als gegeben hinnehmen. Um nun den Tonwertzuwachs zu errechnen braucht man ja die Relation von Dichte bei Vollton und bei z.B. 50%. Das kann natürlich nur zu verbindlichen Werten führen wenn man mit der richtigen Volltondichte rechnet.
Somit sollte klar sein das es keine verbindliche Volltondichte geben kann.
1. Ist sie von mal zu mal unterschiedlich, und
2. würde eine Berechnung der Tonwertzunahme, basierend auf einer nicht exakt passenden Volltondichte, in die Hose gehen.
Jetzt klarer?
Wenn ja, solltest du dir das:
> frage:wenn farbort und der tonwertzuwachs stimmt,
> wozu muss ich dann meinen dichtebereich bestimmen?
selber beantworten können.
Na?