Rumors:
Intel/Apple vs. Microsoft/Sony/IBM
Die New York Times vermutet hinter der Apple-Intel-Kooperation eine Allianz im Kampf gegen Microsoft und Sony um den digitalen Unterhaltungsmarkt. Sonys Topmanager hätten versucht, Steve Jobs auf die Microsoft/Sony-Seite zu ziehen und von einer Übernahme des Cell-Prozessors zu überzeugen, der in Sonys kommender Playstation eingesetzt wird.
Die Gründe für den Wechsel seien nicht technischer Natur gewesen, so die NYT unter Berufung auf Beobachter während der Verhandlungen mit IBM. IBM habe von Apple höhere Investitionen für die Entwicklung der schnelleren und stromsparenden Chips für die Apple-Laptops gefordert. Da das PowerPC-Geschäft für IBM nicht profitabel gewesen sei, habe IBM schließlich entschieden, die PPC-Roadmap nicht weiter zu verfolgen. Jobs habe daraufhin IBM erst drei Tage vor der Keynote von der Intel-Allianz informiert, so die NYT. Steve Jobs dagegen begründete den Bruch mit IBM während seiner Keynote rein technisch - mit IBMs Versagen bei der Entwicklung der Laptop-CPUs.
imageIntel sei nicht die einzige Alternative gewesen, so heißt es widerum aus Sony-Kreisen. Im vergangenen Jahr habe Steve Jobs mit Sony-Chef Nobuyuki Idei und dem PlayStation-Entwickler Kenichi Kutaragi über eine Übernahme des von IBM entwickelten Cell-Chips verhandelt. Sony habe Apple im Gegenzug Zugriff auf eigene Technologien angeboten. Jobs habe das Angebot zurückgewiesen, da die Cell-Chips für Apples Rechner weniger effektiv als die PowerPC-Chips gewesen wären.
Intel andererseits habe nach Möglicheiten gesucht, seine eigenen Chips im wachsenden Markt der digitalen Unterhaltungselektonik unterzubringen, so die NYT weiter. Alle neuen Gamekonsolen basieren auf IBM-Prozessoren; Xbox und Playstation seien über die reine Spielfunktion hinaus auch als Unterhaltungszentren für das Wohnzimmer ausgelegt. Eine attraktive Alternative für diesen Markt könnte die Intel/Apple-Allianz mit einem preiswerten Mac mini mit Intel-Prozessor bieten, auf dem auch der Großteil der PC-Spiele läuft.
Nachdem er offenbar seine Entwickler weitgehend vom Intel-Switch überzeugt habe, müsse er die Mac-Fans zu den Vorteilen der Reise von IBM zu Intel bekehren.
Aber Jobs sei nach wie vor ein Teil der Gegenkultur und der Gegenbewegung zu Windows, schließt die Times: »Welcher andere amerikanische Geschäftsmann außer Jobs würde die Holdingfirma für seinen Businessjet “Marmalade Skies“ nennen?«
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